Historie bis 1918

4. Jt. v. cd Jungzeitliche Beilfunde in Urfeld im Bereich des Rodderweg
5. Jh. v. Chr. Siedlung aus der Latenezeit (jüngeren Eisenzeit) im Bereich der Uk (DEA
l.-4. Jh. n. Chr. Römerhöfe in Urfeld (Eichholz, Kaninsberg, Unterdorf, Waldsiedlung). Die Römer benutzen die Furt bei Urfeld um zu ihrem "castellum inferior" (Niederkassel) zu gelangen
5. Jh. n. Chr. Die Franken setzen über den Rhein und erobern die linksrheinischen Gebiete. Sie lassen sich auch an der alten Fährstelle über den Rhein nieder. Die Franken nennen den Ort Oruare = Platz, wo man überfährt.
 
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Grabbeigaben aus den Frankengräbern im Bereich des Steinfelder Kreuzes
um 500  Der Frankenfriedhof in der Hochwasser sicheren Lage neben dem Steinfelder Kreuz.
1107 Der Frohnhof zu Urfeld mit 243 Morgen Ackerland und 10 3/4 Morgen Weingärten des Damenstiftes Dietkirchen zu Bonn wird erstmals genannt.
1113 Urfeld erstmals urkundlich erwähnt - Der Erzbischof und Kurfürst von Köln als Landesherr besiegelt das Rechtsverhältnis zwischen Urfeld Urvere und der Äbtissin Dietkirchen als Grundherrin
um 1100 Der Ritter Arnold de Urvere bewohnt wahrscheinlich die Burg im Unterdorf hinter der heutigen Wirtschaft “Ein Höttchen", die im Volksmund noch immer in der Burg heißt
1166 Der Eichholzer Hof der Äbtissin von Dietkirchen im alten Forst wird erstmalig erwähnt.
1167 Erzbischof Reinold von Köln bestätigt dem Kloster Dietkirchen (heute Stiftskirche in Bonn) den Besitz der Weinberge zu Urvere (Brunnenmotiv)
um 1200 Ein Ritter Ludovicus de Urvere wohnt in Urfeld.

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1255 Der Domhof mit Ackerland und Wingert (Weinberge) wird vom Domkapitel an die Eheleute Thomas und Agnes verpachtet
1294 Der Burghof als “Hof der Frouen zu Drolshagen" wird urkundlich erstmals genannt.
1318 Im Kampf zwischen dem Kurfürsten und der Stadt Köln werden die Höfe des Damenstiftes Dietkirchen niedergebrannt
1320 Die Äbtssin Ponzetta berichtet, daß sie den zerstörten Eichholzer Hof nebst Scheunen wieder aufgebaut habe. Ebenfalls seien die 6 geraubten Pferde wieder ersetzt worden
1376 Im Schöffenkrieg brennen die Kölner unter Graf Engelbert Urfeld und die umliegenden Dörfer nieder.
um 1400  Weihbischof Konrad von Arnsberg weiht den Urfelder Hauptaltar der alten Kirche St. Thomas Apostel ein.
1449 Urfeld besteht aus 28 Häusern.
1507 Die gerodete Ackerfläche mit Weinbergen in Urfeld beträgt 1.500 Morgen. Davon befinden sich 64 % im geistlichen Besitz, 28 % in freier Bauernhand und 8 % im Besitz des Adels. In Widdig besitzt der Bauernstand jedoch 63 % des Grundbesitzes
1575 Der Deutschherrenhof (Schöllerhof) mit 157 Morgen wird vom Deutschen Ritterorden erworben.
1577 Junker Johann Gülicher verkauft den Pannenhof am Rheinufer mit 120 Morgen an den Kölner Kleingedank
1582  Niclas und Catharina Reimans pachten den Domhof zu Urfeld Orvell mit Ländereien im 1. bis 3. Gewann (Flur) vom Domkapitel. Zum Hof gehören Hofstatt, Ställe, Scheuer und Kelterhaus. Im Pachtvertrag werden folgende Wege genannt: Bolemer, Hetter, Widdiger, Meischoltzer und Alfter Weg.
1590 Ein Großbrand vernichtet den größten Teil Urfelds, dessen Häuser mit Stroh gedeckt waren.
1591 Der “Hexe" Katharina Richrath aus "Ufrel" wird in Köln der Hexenprozeß gemacht, weil Sie eine Magd zu Tode gehext habe
1594 Freibeuter stehlen den Bauern alles Vieh. 
1608 Der alte Frohnhof am Rhein und das Unterdorf brennen bis auf die Grundmauern nieder
1618  Die “Hexe" Anna Maria von Memmingen gesteht, daß sie an Hexentänzen mitten im Dorf beigewohnt habe.
1619  Dietkirchen erwirbt den neuen Frohnhof mitten im Dorf, da er nach dem Brand wegen Einbruchs des Rheins an der alten Stelle nicht wieder erbaut werden konnte.
1620 Holländer und Spanier verwüsten und rauben unser Dorf aus, bis sie von der Pfaffenmütz (versunkene Festungsinsel vor der SiegMündung) 1622 vertrieben wurden. Von den Grundhöfen werden die Schafherden geraubt.
1659  Urfeld besteht aus 50 Häusern darunter die 6 Grundhöfe, 2 Hausmannshöfe und vielen Kleinbauern und Tagelöhnern.
1681  Pastor Hermann Reuter, der auch das Steinfelder Kreuz errichtet hat, stiftet Urfeld eine Schule.
1684 Dietkirchen erhält den halben Pannenhof (Ehemalige Botschaft jetzt Wohnhaus)
1698 Der "Scheffe und Statthalter zu Urffell" Petrus Kauth (Kuth) erklärt seinen Kindern als 80jähriger, welche Abgaben auf seinen Grundstücken lasten, um einen Erbstreit zu verhindern.
1733 Äbtissin Maria Theresia Philippina von Gymnich zu Gymnich kauft die restliche Hälfte des Pannenhofes und errichtet das heutige Wirtschaftsgebäude. Über dem Eingang läßt Sie ihr Wappen anbringen. Sie war eine sehr einflußreiche Abtissin und Baumeisterin

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Wappen der Äbtissin Maria Theresia Philippina von Gymnich zu Gymnich
1784 Der Rhein friert zu und überschwemmt danach Urfeld mit einem Eisgang. Die Rheinstraße stand ca. 4 m unter Wasser.
1789 Die letzte Äbtissin von Dietkirchen und der Premierminister des Kölner Kurfürsten taufen in Urfeld die Tochter des letzten Fronhalfen Johann Offenberg.
1794 Die Franzosen besetzen das Rheinland und Urfeld
1802 Der geistliche Besitz wird zum Staatseigentum erklärt. Die Urfelder Kirche verliert alleine 1.000 Morgen Land.
1804  Widdig wird an Urfeld zurückgewiesen (eingemeidet).  
1814 Einrücken der Kosaken: Ende der französischen Herrschaft  
1815 Das Rheinland und somit Urfeld wird zu Preußen geschlagen.
1871 Gründung des Kriegervereins Urfeld nach dem Sieg Preußens über Frankreich.  
1873 Gründung des MGV Liederkranz Urfeld
1881 Gründung des Kirchenchores St. Thomas Ap.  
1882 Neubau der Kirche St. Thomas Apostel

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1883 Gründung des JGV Freundschaftsbund Urfeld
1887 Gründung der Männereih Freundschaftsbund Urfeld
1906  Die Rheinuferbahn wird eröffnet.

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1907 Der Wasserturm wird erbaut.
1910 Dr. Karl v. Joest stiftet Urfeld den Kindergarten.
1911 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Urfeld.
1912 Die Urfelder Rheinschule wird eingeweiht.

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Bild von 1950
1913 Der Kirchturm erhält einen Spitzhelm.

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1918 Im 1. Weltkrieg fallen 28 Urfelder.